Leidenschaft

Die Nicht-Zuhause-und-Computer-Challenge

Lesezeit: 3 Minuten

Bei meiner letzten äußerst philosophischen Betrachtung darüber was das Zentrum von der Zentrale unterscheidet, obwohl es doch gleich klingt, kam die Erleuchtung wie ein helles Licht über mich und erfüllte wie flüssige Sonnenstrahlen meinen trüben Geist. Eine Challenge muss her, eine Challenge, so hallte es, begleitet von ätherischen Sphärenklängen, die an Lady Gaga erinnerten, durch mein Inneres. Und auch jetzt, wo ich wieder bei normalem Bewusstsein bin, finde ich den Gedanken nicht schlecht. Mich mal selbst zu challengen, um aus dem bekannten Tagesrhythmus rauszukommen.

Grund und Ziel

Warum der ganze Quatsch? Ich hocke in meiner Freizeit viel zu viel in meiner Stube rum. Und die meiste Zeit über, die ich hier bin, hänge ich am PC rum. Manches was ich da mache ist gut, manches ist Zeitverschwendung. Ich merke wie unzufrieden ich damit bin meine mir zur Verfügung stehende Zeit hauptsächlich an diesem Ort zu verbringen. Das ist zwar bequem, aber nicht die Art Zeitnutzung die mich glücklich macht. Das Ziel ist eine Woche lange konsequent aus diesem Trott auszubrechen und mich zu zwingen andere Wege zu gehen, um mich mit diesen vertraut und für die Zukunft nutzbar zu machen.

Die Spielregeln

Nach dem Mittagessen wird das Haus verlassen und erst zum Abendessen wieder betreten. Es geht nicht um 12 Uhr Mittag zu Essen und um 12:30 dann ein frühes Nachtessen einzulegen. Wir sind keine Hobbits. Es gelten die im hiesigen Kulturraum gültigen Essenszeiten. Die Zeit dazwischen darf verbracht werden womit auch immer ich Lust habe.

Das Kleingedruckte

Die Werkstatt ist nicht Teil der eigenen Wohnung, da diese Räume außerhalb der Komfortzone liegen. Sollten Arbeitsschichten in der nachmittagessentlichen Zeit beginnen darf die Wohnung vorher zwecks Anlegen der Arbeitskleidung betreten werden. An Tagen mit Frühschicht steht danach die Wohnung für eine 90minüte Ruhezeit zur Verfügung. Danach sind die Spielregeln wieder penibel einzuhalten.

Ich bin mir bewusst, dass dies keine effektive Zeitnutzung ermöglicht und auch sinnvolle Anwendungen des Computers und der Wohnung einschränkt. Und das ist total in Ordnung. Ich will damit nicht meine Produktivität erhöhen, sondern mich dazu bringen kreativ zu werden um nach Wegen zu suchen wie ich mit den gegebenen Spielregeln die anfallenden Aufgaben trotzdem geregelt bekomme und lernen in Zukunft mehr von meiner Zeit in das investiere was mich wirklich bewegt.

 

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